Aktuelles und Presseartikel

Sindelfinger/Böblinger Zeitung vom 5.Mai 2007

Vier Experten sparten nicht mit Tipps

Dozenten von links nach rechts:Priv.-Doz.Dr.Stefan Kessler,
Prof.Dr.Axel Prokop,Dipl.Sportl.Renita Paquet,Dr.Tilo Gold

Trotz des guten Wetters war der erste Fitness- und Gesundheitstag unter dem Motto „Nordic-Walking, Jogging und Laufen“ – Betreuung wie für Profis“, ausgerichtet durch das Klinikum Sindelfingen-Böblingen in Kooperation mit dem VfL Sindelfingen aus der Sicht von Initiator Professor Dr. Axel Prokop „ein großer Erfolg.“

Rund 65 Fitness-, Breiten-, vereinzelt auch Leistungssportler nahmen an dem kostenlosen Seminar vergangenes Wochenende teil. Primäres Ziel war es, den Teilnehmern zu zeigen, dass das Klinikum eine kontinuierliche Betreuung anbietet und nicht erst zur Operation und zur Nachbehandlung von Verletzungen zu Rate gezogen werden muss. Der Unfallchirurg Axel Prokop und der Orthopäde Privatdozent Dr. Stefan Kessler zeigten in ihren Vorträgen die ärztliche Seite von Sportverletzungen und Sportschäden.

Eindrucksvoll demonstrierte Prokop mittels Computeranimationen neueste Verfahren bei minimal-invasiven Eingriffen: „Nach Operationen soll der Sportler möglichst schnell wieder fit werden und es soll auch nichts zurückbleiben“, erklärt Axel Prokop.

Stefan Kessler zeigte die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten orthopädischer Probleme auf. Das Wissen um die Ursachen, eine der Quintessenzen aus dem Vortrag, kann durchaus die eine oder andere Verletzung verhindern.

Damit es aber im Training erst gar nicht zu Verletzungen oder schlechten Ergebnissen kommt, zeigte der Sportwissenschaftler Dr. Tilo Gold auf. Er zeigte Grundsätzliches zum Trainingsaufbau auf und erklärte die hierzu gehörenden biologischen Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien.

Die Leistungsdiagnostikerin Renita Paquet erklärte das Prinzip der Laktatmessung in Theorie und Praxis. Hierzu ließ sie einen Freiwilligen vor dem Publikum auf dem Hometrainer strampeln. Die Belastung wurde stufenweise auf bis zu recht ordentliche 200 Watt gesteigert. Parallel dazu entnahm Renita Paquet alle drei Minuten Blut aus dem Ohrläppchen. Nach der Laktatdiagnostik, die im Übrigen jeder im Sportpark des VfL Sindelfingen bei der Diplomsportlehrerin buchen kann, ist der aktuelle Trainingszustand ermittelt und es können, je nach Zielsetzung, die optimalen Trainingsempfehlungen gegeben werden. Ob Abnehmen, Verbesserung der Fitness oder die Vorbereitung auf einen Marathonlauf, die Laktatdiagnostik ermöglicht ein optimales Training.

Die Beteiligten waren sich einig – die Premiere birgt eine Fortsetzung. Die gelungene Veranstaltung des Klinikums in Kooperation mit dem VfL Sindelfingen wird mit weiteren Themen, beispielsweise dem Sport mit Älteren, weiter geführt.

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08.09.2006 Bericht SZ/BZ

Ein Tropfen Blut für langen Atem

Von unserem Redakteur Jürgen Wegener

Schmerzlose Blutabnahme
Trainingslehre: Immer mehr Fitness-Studios bieten Laktat-Tests für Freizeitsportler an und geben auf dieser Grundlage Trainingstipps

Aufgepasst, ihr ehemaligen Mitspieler und Trainer: Ich trainiere zu hart. Kaum zu glauben, was so ein Laktat-Test alles ans Licht bringt.Jürgen Klinsmann hat damit die Grundlage gelegt, seine Kicker zu Weltmeistern der Herzen zu machen. Ein paar Bluttropfen reichten aus, um zu erkennen, wen er mit schnellen Beinen ins Titelrennen schicken kann. In den Individualsportarten hat sich diese Form der Leistungsdiagnostik längst etabliert. Jetzt bietet die Diplom-Sportlehrerin Renita Paquet Freizeitsportlern im Sindelfinger Sportpark Laktat-Tests zur Trainingssteuerung an. In immer mehr Studios gibt es mittlerweile dieses Angebot.Im Grund dient ein Laktat-Test dazu, den Zustand eines Sportlers zu ermitteln und Empfehlungen fürs Training zu geben. Entscheidend ist, bei welcher Belastung man außer Puste gerät. Wissenschaftler sprechen dabei von der aerob-anaeroben Schwelle.

Aerob leitet sich aus dem lateinischen Wort “aer” - “Luft” - ab. Bewegt man sich in diesem Bereich, also nicht zu schnell, führt man seinem Körper ausreichend Sauerstoff zu. Man verbrennt dann zur Energiegewinnung vornehmlich Fett. Wer mit dem Schnaufen nicht nachkommt, greift auf andere Reserven zurück und versorgt seine Muskeln zunehmend aus körpereigenen Reserven. Bei diesen Prozess entstehen Stoffwechselprodukte wie Laktat, auch Milchsäure genannt. Das gibt schwere Beine.

Lieber im Sitzen schwitzen

Das Terrain ist für mich nicht unbekannt. Aus dem Sportstudium an der Uni oder als ehemaliger Kicker wähle ich das Fahrrad anstelle des Laufbands. Wenn schon Quälen, dann bitte im Sitzen. Vor dem ersten Tritt ins Pedal steht ein Piekser ins Ohr. Luft anhalten, wegschauen, gar nicht so schlimm. Nadel, Pipette und Reagenzgläschen waren einmal. Das moderne Messgerät macht die Angelegenheit schmerzfrei.

Körperfett, Gewicht, Größe, Alter, wöchentliches Trainingspensum, Bewegung im Berufsalltag - Renita Paquet hat die Grundlagen da schon erfragt. “Nur so kann ich hinterher auch Trainingsempfehlungen geben”, sagt die Diagnostikerin, die beim Leiter des Instituts für Sport- und Präventivmedizin in Saarbrücken, Professor Wilfried Kindermann, ihr Handwerk gelernt hat.

Der Weg des geringsten Widerstandes endet bei bei mir bei 40 Watt. Drei Minuten lang gilt es, diese Stufe zu halten. Das ist ein Klacks. Alle 180 Sekunden misst die Pulsuhr den Herzschlag und Renita Paquet, was in meinem Inneren passiert. Jeweils eine Minute später spuckt das Messgerät schon den aktuellen Milchsäuregehalt im Blut aus.

“Der Laktat-Test ist die genaueste und professionellste Methode zur Bestimmung des individuellen Trainingspulses und der optimalen Trainingsbereiche”, sagt Renita Paquet. Auch Dr. Tilo Gold vom Sportpark schätzt dieses Instrument: “Ähnlich gute Hinweise geben vielleicht nur die Atemgasuntersuchungen.”

Ich beiße früh aber lange

Nach 20 Minuten bin ich platt und schweißgebadet. Das Ergebnis: Ich habe eine große Wettkampfhärte, kann also gut beißen. Das Problem ist, dass ich zu schnell in diesen Bereich komme. “Sie trainieren bisher nicht allzu oft Ausdauer. Wenn, dann geben Sie es sich aber richtig”, vermutet Renita Paquet und landet einen Volltreffer.

Damit ist klar: Weil ich mich auf keine Wettkämpfe vorbereiten will, trainiere ich komplett falsch. Um Fett zu verbrennen und etwas für die allgemeine Fitness zu tun, müsste ich mein Training umstellen. Ein Viertel der Trainingszeit müsste ich mich bei einem Puls unter 90 bewegen. Die Hälfte zwischen 90 und 103 und den Rest bei einem Puls von maximal 131. Prima, da komme ich nicht einmal ins Schwitzen.

Alternativ gibt Renita Paquet Tipps, wie sich das Grundlagentraining verbessern lässt oder wie ich mich auf einen Wettkampf vorbereiten könnte. Sie empfiehlt auch, wie sich die jeweiligen Einheiten über die Woche am besten verteilen. Die wären ab sofort nicht mehr ganz so anstrengend. Jetzt müsste ich nur noch eine Pulsuhr kaufen.

95 Euro kostet der Test bei Renita Paquet. Für Mitglieder des Sportparks ist er zehn Euro billiger. Unter Telefon 0174/37 50 358 kann man einen Termin vereinbaren. Weitere Informationen gibt es unter www.sports-diagnostics.de.

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Bericht aus der Sindelfinger Zeitung Februar 2010

Ein kleiner Piks genügt

Schneller als die Nationalelf
Tennis: Der VfL Sindelfingen hat den Laktattest schon hinter sich

Von unserem Mitarbeiter Christian Böhm

Was die Fußball-Nationalmannschaft in der kommenden Woche im Glaspalast noch vor sich hat, haben die Tennisspieler des VfL Sindelfingen bereits hinter sich. Sie unterzogen sich in der Sportwelt leistungsdiagnostischen Untersuchungen.

Die Trainerin aus der Tennisabteilung des VfL Sindelfingen, Eva Birkle-Belbl, äußert sich positiv zu der Zusammenarbeit mit der VfL-Sportwelt: „Wir haben in Verbindung mit den Experten aus der Sportwelt außerordentliche
Kompetenzen, die wir für unsere Leistungssportler gerne nutzen.“

Auch der Leiter der Sportwelt Dr. Tilo Gold sieht in solchen Kooperationen großes Potenzial: „Wir nutzen unsere Möglichkeiten, um den Abteilungen im VfL unter die Arme zu greifen und erachten dies selbst als Weiterentwicklung unseres Angebots.“

Der Trainingswissenschaftler, der selbst schon seit vielen Jahren im Leistungssport als Trainer und Betreuer tätig ist, führte mit
den Sportlern Untersuchungen durch, welcheneben der Muskelfunktion, der Koordination und der Maximalkraft, auch das Niveau der Muskelleistung beziehungsweise Schnellkraft bestimmten. Mittels ausführlicher
Analysen erhält Trainerin Eva Birkle-Belbl hier wertvolle Tipps zur weiteren Trainingsentwicklung der einzelnen Sportler und damit auch der gezielten Verbesserung der jeweiligen Stärken und auch Beseitigung der Schwächen.

Bei den Laktattests, die in Zusammenarbeit mit der Diplom Sportlehrerin Renita Paquet durchgeführt wurden, zeigte sich, wer eine gute Ausdauerleistungsfähigkeit hat und in welchen Trainingsbereichen noch trainiert werden muss. Tennistrainerin Eva Birkle-Belbl hat nun die Möglichkeit, bei Wiederholungstests die Fortschritte ihrer Schützlinge zu erkennen und gegebenenfalls das Training den persönlichen Bedürfnissen
ihrer Spieler weiter anzupassen. Durch die Protokollierung der Ergebnisse
werden die Spieler zudem motiviert, selbstständig und zusätzlich ihr Ausdauertraining auch außerhalb des Tennisplatzes zu betreiben.

Der Laktattest ist übrigens für jeden in der Sportwelt in Sindelfingen bei der Laktatdiagnostikerin Renita Paquet zu buchen.
Mehr Informationen gibt es auch unter www.laktattest.net oder in der Sportwelt.


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